DBK

 

Der Deutsche Balladenkatalog

Einführung in die Katalogliste

 

 

Der Katalog enthält die Balladenbeschreibungen und Beispiele in .pdf-Format. 

 

Der Katalog ist nach dem sogenannten „Freiburg System<ID="#FrSystem">” organisiert, wie Rolf Wilhelm Brednich es in den 1960er Jahren konzipiert hat.  Als ich das Projekt des deutschen Balladenkatalogs im Deutschen Volsliedarchiv übernahm, war Brednichs Liste noch in der Entwicklung; dennoch bot diese Versuchsliste die ausführlichste Sammlung von deutschen Balladentiteln, die es damals gab.  Ich nahm sie als Strichliste vor und konnte die Liste um Duzende Balladen erweitern und mit Verweisen versehen.  Die Organisation der Liste und seine Kategorien blieben wie Prof. Brednich sie mir überließ, und ich habe wenig an der Organisation geändert, außer Kategorien von hinzugekokmmenen Balladen („Nachträgen”) einzuführen.  Wie jede Druckausgabe von Liedern muss die Reihenfolge im Grunde genommen willkürlich sein, aber das Freiburger System schien mir sinnvoller als eine Organisation auf Basis von z.B. alphabetisierten Titeln. Am Ende ist eine bestimmte Anordnung im Komputeralter nicht so entscheidend.

 

Rolf Brednichs Organisation hatte 11 Hauptkategorien:

 

     1.    Balladen magisch-mythischen Inhalts

     2.    Religiöse Erzähllieder

     3.    Liebe

     4.    Familienereignisse

     5.    Soziale Konflikte

     6.    Historische Erzähllieder

     7.    Agonales und Heldisches Streben

     8.    Schicksalsschläge und Katastrophen

     9.    Menschliche Grausamkeit

   10.    Schwank

   11.    Natur und Kosmos

 

            Jede Ballade hat einen spezifischen Platz (Identifikator) in dem Katalog.  Im Zweifelsfall, wo das DVA eine Ballade zweimal an verschiedenen Adressen aufgeführt hat, habe ich mich für das eine oder das andere entschieden.

Einen vollen Überblick der Freiburger Kategorien und Unterkategorien ist hier zu finden und nartürlich auch in der organisierten Katalogsliste, die die Verweise auf die betreffenden Balladeneinträge an ihren zugewiesenen Plätzen enthält. 

 

            <id=# KatNrr"> Die Identifikatoren (URLs) der einzelnen Balladendateien folgen dem Freiburger System mit geringen Änderungen: Hauptkategorie zweizifferig durch einen Punkt gefolgt (z.B. „01.” oder „11.”).  Die Unterkategorien werden unterschiedlich gehandhabt, da das System als Ganzes nicht konsequent numeriert wurde; Punkte werden weggelassen (z.B. D4 oder C2b2 oder N).  Ein „N” statt einer Nummer steht für „Nachtrag”.  Am Ende, nach einem „Minusstrich,” steht die laufende Nummer des Liedes innerhalb der jeweiligen Unterkategorie, z.B. „-01” oder „-12”.  Gelegentlich wird ein Balladentyp, der früher zu einem anderen Typ gerechnet wurde, aber hier als separates Lied behandelt wird, mit einer der laufenden Nummer zuzüglich angehängtem „a" oder „b” usw. gezeichnet.  (Weiteres unten bei „Kennung” und bei Nummern.)

 

Zum Beispiel:

 

Dateiname

(& URL-Link)

Titel

Hauptkategorie

Unterkategorie 1

Unterkategorie 2

Liednummer

01.1-01.pdf

Das Teufelsross

01. Magisch-Mythische Balladen

1 "Verwünschung und Verzauberung"

 

-01

03.D4-07.pdf

König von Mailand

03. Liebesballaden

D4 "Treues Verhalten in Liebe,"

 

-07

10.C2b-04.pdf

Die Müllerin

10. Schwankballaden

C2 "Ehefrau & Ehebrecher überlisten den Ehemann"

b "Ehemann merkt es, kann aber nichts ausrichten, resigniert"

-04

07.N-09.pdf

Rinaldo Rinaldini

07. Agonales und Heldisches Streben

N Addenda (="Nachträge")

 

-09

03.C6a-02.pdf

Graf Friedrich

03. Liebesballaden

C6a "Tod eines Geliebten durch Unglücksfall"

 

-02

03.C6a-02a.pdf

Graf Friedrich Andreas

03. Liebesballaden

C6a "Tod eines Geliebten durch Unglücksfall"

 

-02a

 

 

Obwohl eine Suche nach dem Freiburger System theoretisch möglich ist, fahren Sie wesentlich besser mit den klassifizierten Themen auf der Suchseite.

 

Anmerkungen<BM="Anmerkung"> zur Liste der Balladen des Katalogs: (balladenkatalog.org/de/kat-liste.html)

 

§  Alternative Titel stehen in runden Klammern

§  Lieder ettikiert mit: „ad-->” or „von<--” sind aus einer Kategorie („von<--” ) in eine andere („ad-->”) umgezogen worden, um Wiederholung zu vermeiden. 

§  Lieder ettikiert als „Unikat” besitzen einen einzigen Quellenbeleg.

§  Manchmal war es sinnvoller, einen Liedtyp als mehrere (ähnliche) Lieder zu behandeln. In diesem Fall wurde die Kennung <BM="Kennung">beispielsweise in „-02a“ geändert. Ich wandte diese Lösung auch an, wenn ich eine Version oder eine stabile Kombination einzelner, an unterschiedlichen Stellen in der Arbeitsliste behandelter Lieder ausgliederte. Umgekehrt verknüpfte ich manchmal zwei Liednummern (z. B. „-02-03“) aus Brednichs Entwurf, wenn ein einzelner Liedtyp unter zwei Nummern aufgeführt war. Diese Vorgehensweisen gewährleisteten die Austauschbarkeit mit dem Freiburger Original und spiegelten gleichzeitig die tatsächlichen Liedtypen besser wider.

§  Zu den Quellen der Liste:

Hinweise auf Erk-Böhme (EB) oder Deutsche Volkslieder mit ihren Melodien: Balladen (DVldr), wie auch die Gottscheer Volkslieder  werden als Hauptquellen fett gegeben.  Alle zitierten Werke sind in der Bibliographie zu finden.

<ID="#DVAMappenSyst">

Die Liedbeschreibungen in Brednichs Entwurf fußten jeweils auf einem einzigen Beleg.  Oft waren die Quellen aus den extensiven Mappen des DVA genommen.  Diese Balladen wurden nach dem Mappensystem des DVAzitiert:

DVldr: Lieder, die in der geplanten, definitiven, „Child-ähnlichen” Ausgabe erschienen sind: Deutsche Volkslieder mit ihren Melodien: Balladen. Die Veröffentlichung der Reihe wurde nach dem 10. Band eingestellt.

EB: Lieder, die in der großen Erk-Böhme Ausgabe, Deutscher Liederhort, erschienen sind.

Gruppe I ... bis XIX: Lieder, die nicht in EB oder DVldr erschienen sind; die Gruppen orientieren sich nach den Kapiteln von EB.  (For example, Gruppe I enthält Erzähllieder; Gr. II und Gr. XVc enthlalten religiöse Lieder, etc.) und nach der „Gruppe” dann ein Incipit:

„Gr. I: Es hätt eine Mutter zwei Töchterlein”

„Gr. I: Wie früh ist auf die schöne Mare.”

„Gr. II: Maria ist gewandert wohl über das Meer”

K: Kinderlieder (analog zu den Gruppen).

„K: Hexebeemche helf mer du, alleweil giht's hamwärts zu”

KiV: „Kunstlieder im Volksmund” - Lieder, für die einen Autor festgestellt werden konnte, die dann volkstümlich (traditionell) geworden sind. Die Kategorie (analog zu den Gruppen) fußt auf John Meiers grundlegendes Werk, Kunstllieder im Volksmund ((1906).

„KiV: In des Waldes düstern Gründen"

 

Manche Lieder, die in der Arbeitsliste angegeben wurden, kamen aus anderen Quellen, vielleicht mit unklaren Herkunftsangaben. Wenn die Quellen nicht festgestellt werden konnten, habe ich sie so belassen, wie vorgefunden. 

 

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